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Stephanus (1)

Mainzer Dom-Ornat 2002

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Produktbeschreibung

Messgewänder für den Mainzer Dom nach Entwürfen von Claus Kilian und Raphael Seitz

Dem Wunsch des Stifters entsprechend sollten diese Gewänder sehr dezent ein Stück Mainzer Geschichte bzw. Mainzer Kirchengeschichte darstellen Ziel war es den Gewändern in ihrer liturgischen Farbgebung (weiß, grün, rot, violett) Menschen und Ereignisse einer fast 2000-jährigen wechselhaften Geschichte zuzuordnen: Menschen und Ereignisse, die für Mainz, die Stadt- und Kirchengeschichte gleichermaßen bedeutsam waren und sind.

Rot, die Farbe des Blutes! Diese Messgewänder stehen für das christlich werdende Mainz; das Mainz der Märtyrerkirche der ersten Jahrhunderte, in römischer und in fränkischer Zeit. Figürlich werden der hl. Stephan, erster Märtyrer der Christenheit und zweiter Patron des Domes, der für seinen Glauben enthauptete hl. Alban (gest. ca. 406) und der von den Friesen erschlagene hl. Bonifatius (gest. 754), Erzbischof in Mainz und „Apostel der Deutschen“, dargestellt.

Weiß (Gold), die Farbe der Freude! Diese Messgewänder stehen für das „Goldene Mainz“ (aurea moguntia). Sie zeigen den hl. Martinus von Tours (gest. 397), Schutzpatron des Domes und der Diözese Mainz, Erzbischof Hrabanus Maurus (gest. 856), den „Lehrer Deutschlands“, und Erzbischof Willigis (gest. 1011), den Erbauer des Domes

Grün, die Farbe der Hoffnung! Diese Messgewänder stehen für das hoffnungsvolle, neu aufblühende Mainz. Bedeutende Gestalten der Mainze Kirchengeschichte – die Äbtissin Hildegard von Bingen (gest. 1179), der Jesuit Petrus Canisius (gest. 1597) und Bischof Emmanuel Freiherr von Ketteler (gest. 1877) – werden abgebildet.

Violett, die Farbe der Buße und der Trauer! Diese Messgewänder stehen für das trauernde, das büßende, hoffende, neu entstehende Mainz. Die österliche Bußzeit (Fastenzeit) ist ganz von dieser Farbe geprägt: durch Buße (Umkehr) und durch Taufe (Tauferinnerung) soll der Mensch neu werden.
Violett und Schwarz sind auch die Farben der Trauer; sie werden bei der Liturgie für Verstorbene (Beerdigung/Requiem) und an Allerseelen, dem Gedenktag aller Verstorbenen (2. November), verwendet. Vor diesem Hintergrund sind die violetten Gewänder des Mainzer Dom-Ornates zu sehen. „Erinnerung ist der Anfang der Erlösung“ sagt ein jüdisches Sprichwort, und diese Gewänder wollen vergegenwärtigen: Ereignisse und Personen, an die sich viele Mainzer noch erinnern, weil sie diese Zeit selbst erlebt haben! Die Erinnerung hält die Sehnsucht wach nach Frieden und weckt die eigene Bereitschaft zur Umkehr.
Die Messgewänder zeigen den selig gesprochenen Papst Johannes XXIII., die vom Judentum zum Katholizismus konvertierte Karmelitin und 1942 in der Gaskammer von Birkenau ermordete Edith Stein (Sr. Theresia Benedicta vom Kreuz) – und eine Frau „ohne Namen“.
Ein zusätzliches Einzelgewand erinnert an die Zerstörung von Mainz im Zweiten Weltkrieg am 27. Februar 1945.

 

 

Farbe

Grün, Rot, Violett, Weiß

Grundstoff

Handgewebte Seide, Handwebstoff, Trevira/Wolle

Gestaltung

Handstickerei in Twist und Japangold

Futterstoff

Reine Seide

Künstler

Claus Kilian, Raphael Seitz

Fotos

Pit Siebigs