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Violett: die
Farbe der Buße und der Trauer!
Diese Messgewänder stehen für das trauernde, das büßende,
hoffende, neu erstehende Mainz. Die österliche Bußzeit
(Fastenzeit) ist ganz von dieser Farbe geprägt: durch Buße
(Umkehr) und durch Taufe (Tauferinnerung) soll der Mensch neu
werden.
Violett und Schwarz sind auch die Farben der Trauer; sie werden
bei der Liturgie für Verstorbene (Beerdigung/Requiem) und an
Allerseelen, dem Gedenktag aller Verstorbenen (2. November),
verwendet. Vor diesem Hintergrund sind die violetten Gewänder des
Mainzer Dom-Ornates zu sehen. "Erinnerung ist der Anfang der
Erlösung" sagt ein jüdisches Sprichwort, und diese Gewänder
wollen vergegenwärtigen: Ereignisse und Personen, an die sich
viele Mainzer noch erinnern, weil sie diese Zeit selbst erlebt
haben!
Die Erinnerung hält die Sehnsucht wach nach Frieden und weckt die
eigene Bereitschaft zur Umkehr.
Die Messgewänder zeigen den selig gesprochenen Papst Johannes
XXIII., die vom Judentum zum Katholizismus konvertierte
Karmeliterin und 1942 in der Gaskammer von Birkenau ermordete
Edith Stein (Sr. Theresia Benedicta vom Kreuz) - und eine Frau
"ohne Namen".
Ein zusätzliches Einzelgewand erinnert an die Zerstörung von
Mainz im Zweiten Weltkrieg am 27. Februar 1945.
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